Mikronährstoffmedizin für die Praxis

Vitamine und andere Mikronährstoffe besitzen in der Vorbeugung und Therapie von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebs oder Herzkrankheiten ein beachtliches Potential. Der bedarfsgerechte Einsatz von Mikronährstoffen kann die Lebensqualität vieler Patienten verbessern und ihre medikamentöse Therapie optimieren. Auch die jährlich im Gesundheitssystem steigenden Arznei- und Therapiekosten können durch eine gezielte Mikronährstofftherapie verringert werden.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dieses Thema unseren Kunden wissenschaftlich fundiert näher zu bringen, damit auch sie von einer zielgerichteten Einnahme von Mikronährstoffen profitieren können.


Magnesium

Egal ob wir wandern, einen Nagel in die Wand schlagen oder auch nur einen Brief schreiben – immer ist der “Lebensbaustein“ Magnesium erforderlich und an jeder Art von Muskelarbeit beteiligt. So ist Magnesium z. B. auch dafür zuständig, dass unser Herz gleichmäßig schlägt oder wir konzentriert geistige Arbeit verrichten können.

Das Mineral Magnesium ist im menschlichen Körper an vielen Reaktionen beteiligt, bei denen Energie gewonnen wird. Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Magnesium für die Funktion der Muskeln und ihrer Entspannung. Bei einem Magnesiummangel reagiert der Körper häufig mit Muskelkrämpfen (z.B. in den Waden) oder Muskelschwäche. Auch Stresssymptome wie Gereiztheit und Nervosität, Kopfschmerzen, Verstopfung und Schlafstörungen können auf eine Unterversorgung mit Magnesium hinweisen.

Eine mangelnde Magnesiumversorgung kann unterschiedliche Gründe haben. Bei Diabetikern und älteren Menschen lässt die Nierenleistung nach, was zur Folge hat, dass vermehrt Magnesium aus dem Körper ausgeschieden wird. Aber auch verschiedene Medikamente nehmen Einfluss auf die Magnesiumversorgung.

Einige Blutdruckmedikamente oder auch entwässernde Medikamente wie z.B. Torasemid, Furosemid, Xipamid, Hydrochlorothiazid (HCT) sorgen für eine erhöhte Ausschleusung von Magnesium und Kalium aus unseren Körper. Dabei hat ausreichend hoch dosiertes Magnesium als natürlicher Calcium-Gegenspieler ausgleichende Effekte auf den Blutdruck und kann damit eine blutdrucksenkende Arzneimitteltherapie gut unterstützen.

Sogenannte Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol) stören die Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung. Das saure Milieu des Magens spielt eine wichtige Rolle für die Resorption von Mineralstoffen. Protonenpumpenhemmer stören die aktive und passive Magnesiumresorption. Die oben beschriebenen Mangelsymptome können die Folge sein.

Cortison (z.B. Prednison, Prednisolon) erhöht den Magnesiumbedarf, da es die Magnesiumausscheidung über die Niere erhöht. Bei Langzeittherapien empfiehlt sich die Kontrolle des Elektrolythaushaltes.

Kontrazeptiva („Anti-Baby-Pille“) und Estrogene stören die Magnesiumverwertung und können zudem die Magnesiumausscheidung über die Niere erhöhen.

Laxantien (Abführmittel) beeinflussen den gesamten Elektrolythaushalt durch vermehrte Mineralstoffausscheidung. Es gilt auf eine begleitende Gabe von Kalium, Magnesium und Calcium zu achten.

Aber auch der Lebensstil ist wichtig für eine ausreichende Magnesiumversorgung. Bereits mäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt den Magnesiumhaushalt. Neben der vermehrten Ausscheidung über die Niere wird auch die Rückgewinnung von Magnesium in der Niere minimiert.

 

Vitamin D

Die Bedeutung von Vitamin D wurde lange Zeit unterschätzt. Während früher nur die Funktion im Knochenstoffwechsel bekannt war, schreiben neue Forschungsergebnisse dem fettlöslichen Vitamin eine immer größere Rolle in der Prophylaxe und Therapie verschiedener chronischer Krankheiten zu.

Heute weiß man, dass Vitamin D nicht nur dem Calciumhaushalt dient, sondern auch wichtige andere Effekte besitzt. In mehr als 30 Organen und Geweben trägt Vitamin D dazu bei, etwa 300 verschiedene Gene zu aktivieren. Neben den Zellen der klassischen Zielorgane (Knochen, Nieren, Darm, Nebenschilddrüsen) benötigen auch weitere physiologische Systeme (Immunsystem, Bauchspeicheldrüse, Herz-Kreislaufsystem, Muskeln, Gehirn, Zellzyklus) Vitamin D für ihre volle Funktionstüchtigkeit.

Ein unzureichender Vitamin-D-Status erhöht daher nicht nur das Osteoporoserisiko oder macht sich in den Knochenkrankheiten Rachitis und Osteomalazie bemerkbar, in Studien wurde auch festgestellt, dass ein niedriger Vitamin-D-Serumspiegel mit erhöhter Infektanfälligkeit, verstärkter Müdigkeit und Muskelschwäche assoziiert ist. Zudem kann Vitamin-D-Mangel mit anderen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes oder verschiedenen Karzinomen in Verbindung gebracht werden.

Wie man sieht, ist Vitamin D weit mehr als nur das Knochenvitamin und durch eine ausreichend hohe Versorgung können viele Körperfunktionen positiv beeinflusst werden.

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